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Ein Tag im Leben einer Hotelchefin, den keiner braucht.

Schon lange stand der Behandlungstermin fest. Ich sollte ein Implantat bekommen. Ausgerechnet an dem Tag meldete sich für den Nachmittag eine Beerdigungsgesellschaft mit 70 Personen zum Essen an. Oh, oh! Werde ich starke Schmerzen haben, kann ich an dem Tag überhaupt noch arbeiten? Wie werde ich mich fühlen? Fragen, die mich plagten, aber vollkommen umsonst. Die Operation hat gut geklappt, ich hatte keinerlei Schmerzen, auch der Kreislauf war stabil.
Also konnte ich daheim gleich voll in der Küche einsteigen. 70 Salatteller mussten noch gemacht werden.
Aber kein Problem, unsere Küchenhilfe müsste ja gleich kommen. Es wurde 15 Uhr, er war nicht da. Er kommt selten pünktlich, also gestanden wir ihm noch eine Viertelstunde Verspätung zu. Aber – er kam nicht. Dafür klingelte das Telefon: „Hallo Frau Sum, ich sitze hier auf dem Bahnhof, der nächste Zug fährt allerdings erst in ungefähr einer Stunde, mein Auto ist kaputt und springt nicht mehr an.“ Okay, was soll’s! Nichts zu ändern. Einfach nochmal einen Zahn zulegen.
Um 15 Uhr sollte auch unsere neue Bedienung anfangen, sie hatte sich freiwillig angeboten, an diesem Nachmittag zu helfen. Aber auch sie erschien nicht, also musste Liane auch nochmal nen Zahn zulegen.
Als meine Salatteller soweit fertig war, rief ich unserer Neuen an. Sie war gerade im Baumarkt mit ihrem Mann. „Oh my god, ich dachte um 5 Uhr, nicht um 15 Uhr.“ „Kommen Sie so schnell wie möglich, bitte, bitte!“ Tatsächlich stand sie ca. 30 Minuten in ihrem Freizeitoutfit vor uns. Zum Umziehen hat es nicht mehr gerreicht. Der Zugfahrer aus der Küche kam auch viel früher als angekündigt. Seine Frau hat sich das Auto ihres Vaters ausgeliehen und fuhr ihn so schnell es ging ins Hotel.
Also, jetzt waren wir vollzählig. Die Beerdigungsgesellschaft hatte Platz genommen, es konnte losgehen.
Aber dann: Die Kasse gab ihren Geist auf. Wir konnten nichts bonieren. Also: Kundendienst anrufen, der über die Fernwartung alles reparieren konnte. So war auch dieses Problem gelöst. Gott sei Dank!
Aber: So einen Tag braucht man eigentlich nicht!

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Kaum zu glauben! ODER: Auch nach fast 30 Ehejahren kommt man ins Staunen!

Unser ChefSamstagabend im Winterhaldenhof: Für die Halbpensionsgäste gibt es wie jede Woche ein Candle-Light-Dinner mit Vorspeise, Suppe, Salat, Sorbet, Hauptgang und Dessert. Die Gäste, die schon länger im Hotel Gast sind, haben morgens beim Frühstück bereits den Hauptgang gewählt: „normal“ mit Fleisch oder „vegetarisch“ ohne Fleisch. Die an diesem Tag neu angereisten Gäste werden abends gefragt, so auch ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden. Sie wählen Fleisch, gibt es doch heute Abend „Entrecôte in Pfefferrahm, Kartoffelwedges mit Dip und Zucchini-Tomaten-Gemüse“. „Oh ja, Entrecôte, wir nehmen Entrecôte!“ So geht die Bestellung in die Küche.

Am Tisch neben dem holländischen Ehepaar sitzt ein jüngeres Pärchen. Aus Erzählungen wissen wir, dass der junge Mann am Anfang seiner beruflichen Laufbahn Koch gelernt hat. Von seiner Frau wissen wir auch, dass er zu jedem Thema etwas zu sagen hat und dies auch ausführlich tut.

Das Entrecôte wird, wie gewünscht, dem älteren Ehepaar serviert. Nach ca. 5 Minuten kommt unsere junge Aushilfskraft, die an diesem Abend zum ersten Mal arbeitet, in die Küche und meldet dem Chef: „Die Dame an Tisch 11 hätte gerne einen anderen Code.“ „Aha,“ denkt der Chef, „der W-Lan-Zugang funktioniert wohl nicht richtig und die Dame benötigt einen neuen Code dafür.“ Also geht Frau Heinzelmann an den Tisch und fragt, was für einen Code die Dame denn benötigt. „Nein, ich will keinen neuen W-Lan-Code, aber ein anderes Entrecôte, dies ist doch kein Entrecôte.“ Sofort beginnt der gelernte Koch vom Nebentisch an zu dozieren: „Ein Entrecôte sollte eine Größe von mind. 200 g und eine Dicke von 2-3 cm haben, es sollte blutig gebraten, von einer Fettschicht begrenzt, eine schöne Maserung haben, … usw. usw.“

Unsere Liane kommt in die Küche und bittet erneut um ein  Stück Fleisch mit Beilagen, was der Chef auch ohne zu murren sofort in die Pfanne legt.  Das Essen wird serviert, aber: „Nein, das ist kein Entrecôte, das hat keine 200 g und ist nicht 2 – 3 cm dick.“  Also wird das Essen wieder in die Küche mitgenommen.

Und jetzt kommt der Auftritt unseres Chefs: Er legt sein Stück Fleisch, von dem er die Tranchen für die Gäste abgeschnitten hat, auf ein Silbertablett, zieht seinen Schurz aus, packt das Tablett, betritt das Lokal, geht durch die Reihen „Wo ist die Dame mit dem Entrecôte, wissen Sie das?“, findet die Dame und stellt das Entrecôte vor sie hin. „Sehen Sie ein schönes Zwischenrippenstück vom heimischen Weideochsen mit wunderbarer Maserung, daraus habe ich Ihnen Ihr Fleisch geschnitten und zubereitet, das Ihnen so gar nicht schmeckt, nur habe ich Ihnen im Menü kein 200 g-Steak zubereitet, das wäre doch zuviel“ „Oh nein, nein, es hat nicht „nicht geschmeckt““, wird die alte Dame ganz kleinlaut. „Nur die Pfefferkörner haben mich auf dem Steak gestört, ansonsten war alles in Ordnung.“

Unser Chef packt sein Fleischtablett wieder und geht in die Küche, die Gäste in der Andreasstube, denen das Fleisch wunderbar geschmeckt hat, schmunzeln alle still in sich hinein.

Und ich: Ich staune, dass mich mein Mann auch nach fast 30 Ehejahren noch so verblüffen kann!

Grillen mit regionalen Produkten.

Gerhard_am_Grill_zugEndlich ist es wieder so weit. Die ersten warmen Tage sind da, an denen man es auch ohne Handschuhe und Mütze draußen aushält. Endlich heißt es wieder „Grillen“! Der Grill wird entstaubt, die Gartenstühle aufgebaut, Salate zubereitet, Fleisch mariniert und Familie und Freunde eingeladen, um die – während der kalten Monate ins unermessliche gestiegene – Vorfreude auf frisches Grillgut zu feiern.
Ein Grund, sich ein paar Rezepte, Tipps und Kniffs vom Experten zu holen. Die Volkshochschule Schiltach/Schenkenzell hat zusammen mit Gerhard Sum, dem Chef(-koch) des Hotels Winterhaldenhof in Schenkenzell, bereits zum zweiten Mal den Kurs „Grillen mit regionalen Produkten“ angeboten.
Auf den Grill kamen nicht nur Steaks vom heimischen Weiderind oder vom Landschwein, sondern auch Forellen aus dem Schwarzwälder Gebirgsbach und Gemüsespieße für Vegetarier. Abgerundet wurde das ganze mit zahlreichen Dips, die u. a. mit heimischen Kräutern zubereitet worden sind und perfekt zum Gegrillten passen.
Nach gemeinsamen Essen und Genießen erhielt jeder Teilnehmer einen extra von Gerhard Sum zusammengestellten Grill-Ratgeber mit zahlreichen Rezepten, die dann am heimischen Grill ausprobiert werden können.CIMG1483Grillen beim Winterhaldenhof

So langsam kehrt „Normalität“ ein?!

Ein halbes Jahr ist es her, dass wir unseren letzten Blog-Beitrag veröffentlicht haben. Wir wollten uns eigentlich schon wieder früher melden, aber … WIR HABEN ES NICHT FERTIGGEBRACHT. Der Tod von Herrn Walz am 20.03. war nicht nur für uns persönlich, sondern auch für den ganzen Betrieb, ein großer Schlag. Ihn zu ersetzen, fällt uns sehr schwer.
Aber: das Leben geht weiter und so langsam, so ganz langsam kehrt Normalität ein. Für den Service konnten wir eine Frau einstellen, die mit großer Freude bei der Arbeit ist und uns mit ihrem Humor immer wieder zum Lachen bringt. Auch Andy ist von seinem Indien-Trip nach Hause gekommen, um uns zu helfen. Die letzten paar Wochen hat er schon kräftig gearbeitet und unseren Mitarbeitern dadurch einen entspannten Urlaub verschafft.
Die Rezertifizierung für die Service Qualität Stufe II ist eingereicht. Auch alle anderen Maßnahmen, die wir in diesem Zusammenhang leisten müssen, sind erbracht.
So geht das Leben weiter und das ist gut so! Wir werden uns weiter bemühen, auf dem Weg, den Herr Walz eingeschlagen hat, vorwärts zu kommen, d. h. immer mehr Servicequalität für unsere Gäste. Ein positives Erlebnis hatten wir in diesem Zusammenhang schon. Der „Mystery-Checker“, der im Rahmen der Rezertifizierung für die Stufe II der Servicequalität zu uns gekommen ist, hat uns die Note 1,4 gegeben. Wenn das kein Erfolg ist! Also: weiter so und Kopf hoch! DSC_3048

…und noch ein Zimmer ist fertig!

Unser Herzzimmer ist fertiggestellt! Bad und Zimmer alles neu eingerichtet und renoviert, und das alles vom Chef persönlich, zusammen mit unserem Mann für alle Fälle Siva. Dazu noch ein paar fachmännische Hilfestellungen von unserem betriebseigenen Architekten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Kuschelecke

Blick auf den Schreibtisch

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Moderne trifft Tradition - das Bad

Herzflasche

Zitat

LIANE HEINZELMANN – unsere Mitarbeiterin des Jahres 2013

Wie in jedem Jahr haben wir während unserer Betriebsversammlung am Nachmittag des 6. Januars die Mitarbeiterin des Jahres gekürt. Die Wahl fiel auf LIANE HEINZELMANN!

Mitarbeiterin des Jahres 2013 - Liane Heinzelmann

Mitarbeiterin des Jahres 2013 – Liane Heinzelmann

Hier der Auszug der Laudatio auf Liane:

„(…) Liane ist da, wo man sie braucht:

  • Sie kümmert sich um alle Belange des Restaurants:
    • Sie schreibt Tischpläne, stellt danach die Restauranttische zusammen, zieht sie auseinander und deckt sie dann ein, alles in Windeseile. Sie wuselt durchs Restaurant, serviert ihre Essen, ist zu Ihren Gästen immer höflich und zuvorkommend.
    • Sie ist eine Meisterin des Verkaufs, egal ob Apéritives, Flaschenweine, Desserts, Kaffees o. ä., mit einem coolen oder witzigen Spruch bringt sie alles an den Mann oder an die Frau.
    • Sie dekoriert das Restaurant nach allen Regeln der Kunst, ein Beispiel ist die diesjährige wirklich gelungene Weihnachtsdekoration.
    • Sie kreiert Cocktails, neue Kaffeespezialitäten und mehr
    • Sie hat das Servicehandbuch bzw. die Servicehandbücher miterstellt, hat zahlreiche Fotos dafür gemacht, die Zusammenstellung hat sie zum Großteil in ihrer Freizeit gemacht.

Neben dem Service macht sie noch viel mehr für den Betrieb:

  • Nähen ist ihr großes Hobby, aus alten Hand- und Bettüchern näht sie maßgerechte Tücher für Küche und Housekeeping, ganz nach Wunsch der verschiedenen Mitarbeiter. So wie sie sagt, lässt sie die Stoffe einfach über die Nähmaschine laufen, das sei keine Arbeit!
  • Sie hält die Bademäntel in Schuss und hat so dazu beigetragen, dass eine Neuanschaffung verschoben werden konnte.
  • Die Arbeit an der Rezeption gehört nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, wird von ihr aber sorgfältig erledigt.
  • Ihr Dienstbeginn ist klar definiert, ihr Dienstende nicht. Egal, wie lange, egal, wie viele Stunden, nichts ist ihr zu viel und ist für sie ganz selbstverständlich!
    Auch ihre Migräne, die sie oft und heftigst überfällt, kann sie nur noch selten stoppen.

Mit einem Wort: Solch eine Mitarbeiterin, solch eine Restaurantleiterin zu haben, ist der absolute Glücksfall.

Deshalb ist diese Auszeichnung absolut überfällig.

Liebe Liane, wir danken Dir, wir danken Dir für Deinen unermüdlichen Einsatz, für Deine Arbeit an und im Hotel, und hoffen, dass Du uns noch lange erhalten bleibst.

Wir gratulieren Dir ganz herzlich zu dieser Auszeichnung, Du hast sie wirklich verdient! (…)“

Die ersten Zimmer sind fertig!

Können Sie sich noch erinnern? Oder lesen Sie doch einfach nach! „Wir renovieren – obwohl doch alles so schön ist?!“, so hieß ein Blog-Beitrag, den wir am 6. Mai veröffentlicht haben.

Jetzt ist nicht nur die Renovierung abgeschlossen, es gibt jetzt auch schöne Bilder von den beiden renovierten Zimmern, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen!

So war der Plan: Folie1Und das ist daraus entstanden: 0P3C5835 0P3C5832

Und noch ein Zimmer haben wir verschönert:

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Weitere Zimmer werden folgen, wir bleiben am Ball! Wir wollen Sie verwöhnen!
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