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Kaum zu glauben! ODER: Auch nach fast 30 Ehejahren kommt man ins Staunen!

Unser ChefSamstagabend im Winterhaldenhof: Für die Halbpensionsgäste gibt es wie jede Woche ein Candle-Light-Dinner mit Vorspeise, Suppe, Salat, Sorbet, Hauptgang und Dessert. Die Gäste, die schon länger im Hotel Gast sind, haben morgens beim Frühstück bereits den Hauptgang gewählt: „normal“ mit Fleisch oder „vegetarisch“ ohne Fleisch. Die an diesem Tag neu angereisten Gäste werden abends gefragt, so auch ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden. Sie wählen Fleisch, gibt es doch heute Abend „Entrecôte in Pfefferrahm, Kartoffelwedges mit Dip und Zucchini-Tomaten-Gemüse“. „Oh ja, Entrecôte, wir nehmen Entrecôte!“ So geht die Bestellung in die Küche.

Am Tisch neben dem holländischen Ehepaar sitzt ein jüngeres Pärchen. Aus Erzählungen wissen wir, dass der junge Mann am Anfang seiner beruflichen Laufbahn Koch gelernt hat. Von seiner Frau wissen wir auch, dass er zu jedem Thema etwas zu sagen hat und dies auch ausführlich tut.

Das Entrecôte wird, wie gewünscht, dem älteren Ehepaar serviert. Nach ca. 5 Minuten kommt unsere junge Aushilfskraft, die an diesem Abend zum ersten Mal arbeitet, in die Küche und meldet dem Chef: „Die Dame an Tisch 11 hätte gerne einen anderen Code.“ „Aha,“ denkt der Chef, „der W-Lan-Zugang funktioniert wohl nicht richtig und die Dame benötigt einen neuen Code dafür.“ Also geht Frau Heinzelmann an den Tisch und fragt, was für einen Code die Dame denn benötigt. „Nein, ich will keinen neuen W-Lan-Code, aber ein anderes Entrecôte, dies ist doch kein Entrecôte.“ Sofort beginnt der gelernte Koch vom Nebentisch an zu dozieren: „Ein Entrecôte sollte eine Größe von mind. 200 g und eine Dicke von 2-3 cm haben, es sollte blutig gebraten, von einer Fettschicht begrenzt, eine schöne Maserung haben, … usw. usw.“

Unsere Liane kommt in die Küche und bittet erneut um ein  Stück Fleisch mit Beilagen, was der Chef auch ohne zu murren sofort in die Pfanne legt.  Das Essen wird serviert, aber: „Nein, das ist kein Entrecôte, das hat keine 200 g und ist nicht 2 – 3 cm dick.“  Also wird das Essen wieder in die Küche mitgenommen.

Und jetzt kommt der Auftritt unseres Chefs: Er legt sein Stück Fleisch, von dem er die Tranchen für die Gäste abgeschnitten hat, auf ein Silbertablett, zieht seinen Schurz aus, packt das Tablett, betritt das Lokal, geht durch die Reihen „Wo ist die Dame mit dem Entrecôte, wissen Sie das?“, findet die Dame und stellt das Entrecôte vor sie hin. „Sehen Sie ein schönes Zwischenrippenstück vom heimischen Weideochsen mit wunderbarer Maserung, daraus habe ich Ihnen Ihr Fleisch geschnitten und zubereitet, das Ihnen so gar nicht schmeckt, nur habe ich Ihnen im Menü kein 200 g-Steak zubereitet, das wäre doch zuviel“ „Oh nein, nein, es hat nicht „nicht geschmeckt““, wird die alte Dame ganz kleinlaut. „Nur die Pfefferkörner haben mich auf dem Steak gestört, ansonsten war alles in Ordnung.“

Unser Chef packt sein Fleischtablett wieder und geht in die Küche, die Gäste in der Andreasstube, denen das Fleisch wunderbar geschmeckt hat, schmunzeln alle still in sich hinein.

Und ich: Ich staune, dass mich mein Mann auch nach fast 30 Ehejahren noch so verblüffen kann!

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Gaste fühlen sich in Schenkenzell zu Hause

Ehrung Fam. Buitendijk u. Kalkman

Ehrung von Familie Buitendijk und Familie Kalkman für 20 Jahre im Hotel Winterhaldenhof

Einmal im Jahr ein gemeinsamer Urlaub ist für Henny und Joris Buitendijk aus der Nahe von Rotterdam und Addy und Ton Kalkman aus der Nähe von DenHaag seit 20 Jahren em absolutes Muss. Dabei ist es keine Frage, wo sie hinfahren, denn das Ziel ist immer gleich: Hotel »Winterhaldenhof« in Schenkenzeil. Dort wurden die holländischen Gaste gestern von Tourismuschef Martin Schmid für ihre Treue zum Reiseziel geehrt.
Kennengelernt haben sich die Ehepaare ebendort. »Damals hatten wir noch keinen Restaurantanbau und Platzmangel. Wir mussten einige Hausgäste zusammen platzieren, und seither sitzen Buitendijks und Kalkmans immer zusammen an einem Tisch«, erklart Brigitte Sum, Wirtin des »Winterhaldenhofs«. Tagsüber unternehmen die reiselustigen Holländer getrennt voneinander etwas, und abends treffen sie sich zum Essen im Kaminzimmer des Hotels.
Kalkmans wandern gern – von Bank zu Bank. Oder sie fahren mit dem Zug ins Kinzigtal, laufen eine Station weiter und fahren dann zurück zum Schenkenzeller Bahnhof. Buitendijks erreichen ihre Ziele gern mit dem Auto – »weil’s zu Fuß nicht mehr so gut klappt«, sagt Henny Buitendijk und lacht. Doch die vergangenen heißen Tage verbrachten die Pensionäre gemeinsam an der Wassertretstelle im luftigen Schatten.
Im »Winterhaldenhof« seien sie zu Hause, sagen sie. Einmal reisten sie an, und just in diesem Moment war die Rezeption nicht besetzt: »Dann haben wir halt unseren Schlüssel vom Brett genommen und sind allein in unser Zimmer eingezogen«, erinnert sich Joris Buitendijk. Die beiden Paare bewohnen seit Jahren jeweils ihre Stammzimmer mit Blick ins Tal.
Gestern stand neben Geschenken zum 20. Jahrestag im »Winterhaldenhof« noch ein Ausflug mit dem Chef, Gerhard Sum, auf dem Plan. Das war eine Uberraschung der Stiftung »Overbrugging« (»In der Zwischenzeit). Dort arbeiten die Buitendijks seit vielen Jahren ehrenamtlich bei der Wiedereingliederung ehemals Drogenabhängiger. Im kommenden Jahr treffen sich die Freunde wieder – im Hotel »Winterhaldenhof« – »ist doch klar«, sagt Ton Kalkman.

DANIELA HARTER – unsere Mitarbeiterin des Jahres 2014

Wie jedes Jahr hatten wir am 6. Januar wieder eine Betriebsversammlung, während der wir wieder einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin des Jahres 2014 geehrt haben. Dieses Mal fiel die Wahl auf Daniela Harter, die bei uns für das Frühstück zuständig ist.Mitarbeiterin_2014-Dagmar_Harter
Hier ein Auszug aus der Laudatio:

„Liebe Frau Harter, ganz herzlichen Glückwunsch. Sie sind unsere Mitarbeiterin des Jahres 2014.
Auch Ihnen möchte ich für Ihre Unterstützung insbesondere nach dem Tod von Herrn Walz danken. So manchen zusätzlichen Frühdienst haben Sie von mir übernommen. Danke!
Ihre Arbeit führen Sie in vorbildlicher Art und Weise aus! Sie sind die Freundlichkeit in Person, geben den Gästen Auskunft in allen Fragen, die an Sie herangetragen werden, und das sind nicht wenige. Sie sind geschulte OFY-Beraterin, wie mein Mann das ausdrücken würde, aber vor allem, Sie machen einen vorbildlichen Frühdienst. Hinter Ihnen herzuarbeiten, ist eine wahre Wonne. Alles ist blitzblank, vorbildlich aufgefüllt. Sie halten wirklich die Standards ein, die wir für den Frühdienst aufgestellt haben. Die Abrechnungslisten sind akribisch ausgefüllt, die Abschlussarbeiten sind immer ganz schnell erledigt, weil alles detailgetreu aufgeschrieben ist. Ob Snack-Buffet, Alemannenbuffet oder Romantischer Abend, die ganzen Vorarbeiten für abends sind vorbildlich durchgeführt. Ganz selbstverständlich haben Sie Arbeiten von Herrn Walz übernommen. Sie kümmern sich zusammen mit Frau Heinzelmann um die jahreszeitgemäße Dekoration, haben dafür tolle Ideen, und basteln sogar für den Winterhaldenhof. Auch Gutscheine ausstellen und austragen stellt in der Zwischenzeit keinerlei Problem mehr dar. Wir sind so froh, dass wir Sie haben.
Ich danke dem lieben Gott, dass er Sie in den Winterhaldenhof geschickt hat und ich danke unserem Herrgott nochmals, dass Sie Ihrem Impuls, uns wieder zu verlassen, nicht nachgegeben haben, sondern da geblieben sind.

Ganz herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung, Sie haben sie wirklich verdient.“

So langsam kehrt „Normalität“ ein?!

Ein halbes Jahr ist es her, dass wir unseren letzten Blog-Beitrag veröffentlicht haben. Wir wollten uns eigentlich schon wieder früher melden, aber … WIR HABEN ES NICHT FERTIGGEBRACHT. Der Tod von Herrn Walz am 20.03. war nicht nur für uns persönlich, sondern auch für den ganzen Betrieb, ein großer Schlag. Ihn zu ersetzen, fällt uns sehr schwer.
Aber: das Leben geht weiter und so langsam, so ganz langsam kehrt Normalität ein. Für den Service konnten wir eine Frau einstellen, die mit großer Freude bei der Arbeit ist und uns mit ihrem Humor immer wieder zum Lachen bringt. Auch Andy ist von seinem Indien-Trip nach Hause gekommen, um uns zu helfen. Die letzten paar Wochen hat er schon kräftig gearbeitet und unseren Mitarbeitern dadurch einen entspannten Urlaub verschafft.
Die Rezertifizierung für die Service Qualität Stufe II ist eingereicht. Auch alle anderen Maßnahmen, die wir in diesem Zusammenhang leisten müssen, sind erbracht.
So geht das Leben weiter und das ist gut so! Wir werden uns weiter bemühen, auf dem Weg, den Herr Walz eingeschlagen hat, vorwärts zu kommen, d. h. immer mehr Servicequalität für unsere Gäste. Ein positives Erlebnis hatten wir in diesem Zusammenhang schon. Der „Mystery-Checker“, der im Rahmen der Rezertifizierung für die Stufe II der Servicequalität zu uns gekommen ist, hat uns die Note 1,4 gegeben. Wenn das kein Erfolg ist! Also: weiter so und Kopf hoch! DSC_3048

Zitat

LIANE HEINZELMANN – unsere Mitarbeiterin des Jahres 2013

Wie in jedem Jahr haben wir während unserer Betriebsversammlung am Nachmittag des 6. Januars die Mitarbeiterin des Jahres gekürt. Die Wahl fiel auf LIANE HEINZELMANN!

Mitarbeiterin des Jahres 2013 - Liane Heinzelmann

Mitarbeiterin des Jahres 2013 – Liane Heinzelmann

Hier der Auszug der Laudatio auf Liane:

„(…) Liane ist da, wo man sie braucht:

  • Sie kümmert sich um alle Belange des Restaurants:
    • Sie schreibt Tischpläne, stellt danach die Restauranttische zusammen, zieht sie auseinander und deckt sie dann ein, alles in Windeseile. Sie wuselt durchs Restaurant, serviert ihre Essen, ist zu Ihren Gästen immer höflich und zuvorkommend.
    • Sie ist eine Meisterin des Verkaufs, egal ob Apéritives, Flaschenweine, Desserts, Kaffees o. ä., mit einem coolen oder witzigen Spruch bringt sie alles an den Mann oder an die Frau.
    • Sie dekoriert das Restaurant nach allen Regeln der Kunst, ein Beispiel ist die diesjährige wirklich gelungene Weihnachtsdekoration.
    • Sie kreiert Cocktails, neue Kaffeespezialitäten und mehr
    • Sie hat das Servicehandbuch bzw. die Servicehandbücher miterstellt, hat zahlreiche Fotos dafür gemacht, die Zusammenstellung hat sie zum Großteil in ihrer Freizeit gemacht.

Neben dem Service macht sie noch viel mehr für den Betrieb:

  • Nähen ist ihr großes Hobby, aus alten Hand- und Bettüchern näht sie maßgerechte Tücher für Küche und Housekeeping, ganz nach Wunsch der verschiedenen Mitarbeiter. So wie sie sagt, lässt sie die Stoffe einfach über die Nähmaschine laufen, das sei keine Arbeit!
  • Sie hält die Bademäntel in Schuss und hat so dazu beigetragen, dass eine Neuanschaffung verschoben werden konnte.
  • Die Arbeit an der Rezeption gehört nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, wird von ihr aber sorgfältig erledigt.
  • Ihr Dienstbeginn ist klar definiert, ihr Dienstende nicht. Egal, wie lange, egal, wie viele Stunden, nichts ist ihr zu viel und ist für sie ganz selbstverständlich!
    Auch ihre Migräne, die sie oft und heftigst überfällt, kann sie nur noch selten stoppen.

Mit einem Wort: Solch eine Mitarbeiterin, solch eine Restaurantleiterin zu haben, ist der absolute Glücksfall.

Deshalb ist diese Auszeichnung absolut überfällig.

Liebe Liane, wir danken Dir, wir danken Dir für Deinen unermüdlichen Einsatz, für Deine Arbeit an und im Hotel, und hoffen, dass Du uns noch lange erhalten bleibst.

Wir gratulieren Dir ganz herzlich zu dieser Auszeichnung, Du hast sie wirklich verdient! (…)“

Was haben wir doch für tolle Stammgäste!

Schon mehrfach hat  unser Stammgast Herr H. uns überrascht. So entdeckten wir nach unserem Tag der offenen Tür im Jahr 2011 einen Kürbismann vor unserer Tür, mit tollem Gesicht und schicker Verkleidung. Keiner konnte sich erklären, wie die Kürbisse dorthin gekommen sind.  Aber wir haben uns riesig darüber gefreut. Erst durch Zufall haben wir erfahren, dass Herr H. uns diese Überraschung bereitet hat.
Auch Tomaten in allen Variationen haben wir von ihm schon erhalten: runde, ovale, grüne, gelbe und rote, große und kleine, jede Sorte mit ihrem eigenen, ganz besonderen Geschmack.
Und jetzt erhielten wir einen RIESENKÜRBIS, der war so schwer, dass er kaum die Treppe zum Hotel heraufgetragen werden konnte. Nachdem dieses Ungetüm bis vor Kurzem unseren Hoteleingang verschönert hat, kommt er jetzt nach und nach in den Kochtopf. Der Anfang ist gemacht, er ist bereits ausgehöhlt, wie man auf dem Foto sieht. Vielen, vielen Dank!Unser Chef mit Riesenkürbis

Do it yourself! oder wie aus Baumstämmen ein Carport entsteht

Seit einigen Wochen ist unser Chef Gerhard in jeder Minute,  in der er sich aus der Küche stehlen kann,  mit seinem Schlepper Baujahr 1954 (oder noch älter?) unterwegs. Zusammen mit Siva, im Winterhaldenhof der Mann  für alle Fälle, streift er durch seine Wälder und sucht die geeignetsten Bäume aus. Geeignet müssen die Bäume für den Bau eines Carports bzw. eines Fahrradunterstands sein. Die Stämme wurden in mühsamer Handarbeit geschält, zugesägt und präpariert, dann auf dem Parkplatz provisorisch in Form des Carports zusammengelegt.

Jetzt konnte der Aufbau geplant werden. Wie bringen wir die Stämme vom Parkplatz zum „Bauplatz“? Bau_Carport001Der Nachbar Josef mit seinem Schlepper hat geholfen. Er hat die Bäume auf seiner Gabel transportiert und mit viel Geschick dorthin gebracht, wo sie hin und hineingehören.

Bau_Carport028Bau_Carport009

Und jetzt ist  es so weit!

Siva - hoch oben!

Siva – hoch oben!

Der Carport ist aufgerichtet, sieht imposant aus und ist der ganze Stolz seiner Erbauer!

Die Arbeit ist vollbracht! Bier und Vesper schmecken!

Die Arbeit ist vollbracht!
Bier und Vesper schmecken!