Archiv der Kategorie: Wellness

Viel Lärm um Nichts!

Auch nach 37 Jahren im Hotelbetrieb erlebt man Geschichten, die man kaum für möglich hält. Zwei Schwestern, Mitte 50, reisten mit dem Zug vom Niederrhein in den Schwarzwald. Sie kamen hier an, nahmen ihre Koffer in Empfang, die bereits zwei Tage vor den beiden bei uns angekommen waren, und bezogen ihre Zimmer.

Ca. 30 Minuten nach Ankunft kam eine der Schwestern zu uns und fragte, wo sie denn Mineralwasser kaufen könne. Wir zeigten ihr die Kühlschränke, die auf den Fluren stehen. Sie könne die Flaschen entnehmen, in die Getränkeliste eintragen und bei Abreise dann bezahlen. „Das ist mir zu teuer!“, war ihr Kommentar dazu. „Gibt es hier nirgends einen Supermarkt, der noch offen hat?“  Es war Samstag, daher mussten wir das leider verneinen, da unser Bäcker, der auch Lebensmittel führt, bereits geschlossen hatte. In Schiltach oder Alpirsbach gäbe es Supermärkte, die bis abends geöffnet seien, informierten wir die Dame.

Gesagt, getan, was tat nun unser Gast? Sie ging aufs Zimmer, rief ein Taxi-Unternehmen an (das muss erst einmal 15 km zu uns herfahren!), schnappte sich einen Rollkoffer und fuhr mit dem Taxi nach Schiltach. Dort füllte sie den Rollkoffer bis an den Rand mit Mineralwasser und lies sich vom Taxifahrer wieder ins Hotel fahren. Ein wirklich günstiges Mineralwasser !!!!

Die gleichen beiden Damen ließen sich von uns die Busverbindung nach Triberg zu Deutschlands höchsten Wasserfällen heraussuchen. Einen Tag später sollte der Ausflug nach Triberg in aller Frühe (ohne Frühstück!) losgehen.

Um 8:30 Uhr klingelte unser Telefon, am anderen Ende war die Mineralwassereinkäuferin. „Sie, wir stehen hier an der Bushaltestelle, aber der Bus, den Sie uns rausgesucht haben, erscheint nicht!“, schrie sie ins Telefon. „Ach, das tut mir leid! Im Internet stand die Verbindung, es gab für mich keinen Grund, daran zu zweifeln, dass der Bus fährt“, war meine Antwort.
„Wenn man vom Hotel eine Verbindung erfragt, muss man sich auch darauf verlassen können, dass die Züge und Busse fahren!“, war ihre lautstarke Antwort. Ich entschuldigte mich weiter und fragte, ob ich die Damen vom Bahnhof holen solle.

„Wir werden uns jetzt selbst um eine Verbindung bemühen,“ war ihr letzter Satz, bevor sie den Hörer auf die Gabel knallte.
Als die Damen abends von ihrem Ausflug nach Hause kamen, fragte ich nochmals nach den Busverbindungen. „Ach, der erste Bus hatte nur ein paar Minuten Verspätung“, wurde ich unterrichtet. Da kann man nur sagen: VIEL LÄRM UM NICHTS!

 

 

TANJA WEIGOLD – Mitarbeiterin des Jahres 2015

Tanja Weigold, Mitarbeiterin des Jahres 2015

Tanja Weigold zwischen Brigitte und Gerhard Sum

Seit einiger Zeit leitet Tanja Weigold das Housekeeping und zwar allein, was nicht gerade sehr einfach ist.
Zwischen Geschäftsleitung und der Damenriege auf der Etage stehend, muss Frau Weigold Druck von oben und von unten aushalten. Diesen Druck kann sie mit niemandem teilen.
Manchmal fällt es ihr nicht leicht, aber in der Regel hat Sie alles gut im Griff. Sie stellt Dienstpläne auf, was auch nicht immer einfach ist, wenn Personal krankheits- oder urlaubsbedingt ausfällt, erstellt Einkaufslisten, schaut auf die Einhaltung der Putzpläne und putzt aber immer einfach auch noch mit. Oft hat sie, wenn überhaupt, nur einen Tag in der Woche frei. Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich.

„Für das alles möchten wir Ihnen heute einfach ein ganz herzliches Dankeschön sagen. Halten Sie weiter die Ohren steif und lassen Sie sich nicht unterkriegen!“, so Brigitte Sum, die Chefin von Tanja Weigold.

Als Anerkennung und Dankeschön überreichte Familie Sum den schon traditionell gewordenen Pokal, eine Ernennungsurkunde, einen Blumenstrauß und ein kleines Geschenk.

Grillen mit regionalen Produkten.

Gerhard_am_Grill_zugEndlich ist es wieder so weit. Die ersten warmen Tage sind da, an denen man es auch ohne Handschuhe und Mütze draußen aushält. Endlich heißt es wieder „Grillen“! Der Grill wird entstaubt, die Gartenstühle aufgebaut, Salate zubereitet, Fleisch mariniert und Familie und Freunde eingeladen, um die – während der kalten Monate ins unermessliche gestiegene – Vorfreude auf frisches Grillgut zu feiern.
Ein Grund, sich ein paar Rezepte, Tipps und Kniffs vom Experten zu holen. Die Volkshochschule Schiltach/Schenkenzell hat zusammen mit Gerhard Sum, dem Chef(-koch) des Hotels Winterhaldenhof in Schenkenzell, bereits zum zweiten Mal den Kurs „Grillen mit regionalen Produkten“ angeboten.
Auf den Grill kamen nicht nur Steaks vom heimischen Weiderind oder vom Landschwein, sondern auch Forellen aus dem Schwarzwälder Gebirgsbach und Gemüsespieße für Vegetarier. Abgerundet wurde das ganze mit zahlreichen Dips, die u. a. mit heimischen Kräutern zubereitet worden sind und perfekt zum Gegrillten passen.
Nach gemeinsamen Essen und Genießen erhielt jeder Teilnehmer einen extra von Gerhard Sum zusammengestellten Grill-Ratgeber mit zahlreichen Rezepten, die dann am heimischen Grill ausprobiert werden können.CIMG1483Grillen beim Winterhaldenhof

…und noch ein Zimmer ist fertig!

Unser Herzzimmer ist fertiggestellt! Bad und Zimmer alles neu eingerichtet und renoviert, und das alles vom Chef persönlich, zusammen mit unserem Mann für alle Fälle Siva. Dazu noch ein paar fachmännische Hilfestellungen von unserem betriebseigenen Architekten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Kuschelecke

Blick auf den Schreibtisch

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Moderne trifft Tradition - das Bad

Herzflasche

Die ersten Zimmer sind fertig!

Können Sie sich noch erinnern? Oder lesen Sie doch einfach nach! „Wir renovieren – obwohl doch alles so schön ist?!“, so hieß ein Blog-Beitrag, den wir am 6. Mai veröffentlicht haben.

Jetzt ist nicht nur die Renovierung abgeschlossen, es gibt jetzt auch schöne Bilder von den beiden renovierten Zimmern, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen!

So war der Plan: Folie1Und das ist daraus entstanden: 0P3C5835 0P3C5832

Und noch ein Zimmer haben wir verschönert:

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Weitere Zimmer werden folgen, wir bleiben am Ball! Wir wollen Sie verwöhnen!
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Selbstbewusstsein – für alle großartigen Frauen dieser Welt!!!

Einfach durchklicken und sich freuen! Viel Spaß!

Selbstbewusstsein1

Selbstbewusst

Wir renovieren! Obwohl doch alles so schön ist…!?

Folie1_zugEndlich ist es soweit. Wir haben begonnen, unsere Zimmer zu renovieren. Angefangen hat alles mit einem Riß im Waschbecken im Zimmer 202, verursacht durch einen herabgefallenen Seifenspender. „Das kann so nicht bleiben, das Waschbecken muss ausgetauscht werden!“, sagt die Frau zu ihrem Mann. Der Mann nimmt das wortwörtlich und baut nicht nur das Waschbecken ab, sondern gleich das ganze Bad: die Duschabtrennung, die Duschwanne, die Toilette, alles wird demontiert.  Doch immer noch nicht genug: alle Möbel müssen aus dem Zimmer, die Tapete wird abgelöst, eine Generalsanierung. Die Handwerker geben sich die Klinke in die Hand. Angefangen hat der Flaschner (schwäbische Bezeichnung für Installateur), dann kommt der Fliesenleger, der Maler, zwischendurch der Schreiner, nein zwei Schreiner, einer, der die Möbel schreinert, der andere, der die Türen macht, nicht zu vergessen der Elektriker, der seinen Samstagsnachmittagschlaf zugunsten der Winterhaldenhof-Baustelle opfern muss.
Dazwischen immer noch der „Mann“ Hotelchef Gerhard mit Siva, seinem Hausmeistergehilfen, die „Holzklötze“ an die Wand kleben, die Hinterlassenschaften der Handwerker aufräumen, und und und…

So ein Aufwand  für ein 24 qm großes Zimmer. Aber dann: Die Baustelle besteht gerade einmal zwei, drei Tage, als wir in einem Gästefragebogen lesen: „Bitte, bitte nicht renovieren! Es ist doch alles so schön!“

Herzlichen Glückwunsch, Akjemal!

Akjemal und Frau Heinzelmann

Akjemal und Frau Heinzelmann

Sie kam vor fünf Jahren als Au pair-Mädchen nach Deutschland ,  das Land, die Leute haben ihr gefallen, sie wollte in Deutschland bleiben. Um die Sprache zu perfektionieren, absolvierte sie nochmals ein Au pair-Jahr. Dann suchte sie sich eine Lehrstelle.  Eigentlich wollte sie in eine Großstadt, aber das Arbeitsamt vermittelte ihr eine Lehrstelle zur Restaurantfachfrau bei uns im Hotel Winterhaldenhof in Schenkenzell, wahrhaftig nicht der Nabel der Welt!
In einer fremden Sprache eine Ausbildung zu machen, ist kein Zuckerschlecken, aber sie hat sich durchgebissen. Auch Fächer wie „Deutsch“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ haben sie nicht aufgehalten, ihren Abschluss zu machen.
Sie hat es geschafft und ist jetzt ausgebildete Restaurantfachfrau. Leider wird sie uns verlassen, wir werden sie vermissen!

Wir gratulieren Akjemal ganz herzlich zur bestandenen Prüfung und wünschen ihr alles, alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg!

Back to the roots

„Der Winterhaldenhof blickt auf eine über 300 Jahre alte Geschichte zurück. Die Besitzer waren Teil des Schwarzwalds, in dem sie gelebt und gearbeitet haben. Erhaltung und Pflege der Landschaft, Forst- und Landwirtschaft waren der Lebensinhalt der Winterhalden-Bauern. In dieser Tradition wollen wir auch unser Hotel sehen….“ Das steht auf unserer Homepage http://www.winterhaldenhof.de auf der Seite „Wir sind Naturparkwirt“.

Das hat der Chef Gerhard Sum wörtlich und den Rechen in die Hand genommen. Da der „Buckel“ (auf hochdeutsch: Berg, Hügel) vor dem Hotel zu steil ist, kann das Heu nicht maschinell geerntet werden. Also: back to the roots!

Was man einmal gelernt hat, verlernt man nicht, wie man sieht:Gerhard im Heu

Benchmarking – oder wie Chefs Urlaub machen

Wir sind wieder da! Eine Woche waren wir in unserem Nachbarland Österreich unterwegs, nicht nur zum Erholen, sondern auch zum „Benchmarken“.

Wo können wir uns etwas abschauen, wie machen „es“ die Kollegen im Nachbarland? Und wir sind fündig geworden. Beides ist uns aufgefallen: „So bitte nicht!“ und „Das ist einfach super!“
In einem Hotel Servicepersonal, das kaum den Mund aufbringt, geschweige denn uns freundlich grüßt. Im anderen Menschen, die uns jeden Wunsch von den Augen ablesen: „Geht es Ihnen gut? Könnte ich Ihnen noch einen Cappuccino bringen? Alles gut? Schönen Tag gehabt?….“
In einem Hotel alles modernisiert, auf gewöhnliche Art und Weise. Das andere ein altes Haus mit so viel Atmosphäre und so viel Fingerspitzengefühl der Besitzer fürs vorsichtige Renovieren, dass es einem manchmal den Atem raubt.

Am Achensee

am Achensee

Atemberaubender Ausblick aufs Gasteiner Tal

Atemberaubender Ausblick aufs Gasteiner Tal

Aber am Wichtigsten: Wir haben uns super erholt, konnten die Seele baumeln lassen, haben die herrliche Landschaft, tolles Essen und einen super Service genossen.