Archiv der Kategorie: privat

Torwart – das neue Fußball-Leben unseres Sohnes

„Ich bin jetzt Torwart beim Kaltbrunner Sportclub,“ meldete sich Bobbel aus seinem ersten Training in der neuen Saison zurück.

„Ja kannst Du das denn? Musst Du da nicht ganz speziell trainieren?, “ das waren die Bedenken der erstaunten Eltern, die sich dann beim Pokalspiel im kalten Freudenstadt an den Rand des Sportplatzes stellten und dem guten Stellungs- spiel ihres Torwart-Sohnes zuschauten. Zwar bekam er gleich nach 3 Minuten einen Ball in sein Tor, aber die restliche Zeit hielt er den Kasten sauber und seine Mannschaftskameraden schossen zwei Tore, so dass der Pokalerfolg mit 2:1 feststand. Glückwunsch! Vielleicht wird Bobbel ja jetzt der Marc Ter Stegen des Kaltbrunner SC. Dieser kommt bei Barcelona auch hauptsächlich bei den Pokalspielen zum Einsatz.Ausschnitt_Torwart_Pokal

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So langsam kehrt „Normalität“ ein?!

Ein halbes Jahr ist es her, dass wir unseren letzten Blog-Beitrag veröffentlicht haben. Wir wollten uns eigentlich schon wieder früher melden, aber … WIR HABEN ES NICHT FERTIGGEBRACHT. Der Tod von Herrn Walz am 20.03. war nicht nur für uns persönlich, sondern auch für den ganzen Betrieb, ein großer Schlag. Ihn zu ersetzen, fällt uns sehr schwer.
Aber: das Leben geht weiter und so langsam, so ganz langsam kehrt Normalität ein. Für den Service konnten wir eine Frau einstellen, die mit großer Freude bei der Arbeit ist und uns mit ihrem Humor immer wieder zum Lachen bringt. Auch Andy ist von seinem Indien-Trip nach Hause gekommen, um uns zu helfen. Die letzten paar Wochen hat er schon kräftig gearbeitet und unseren Mitarbeitern dadurch einen entspannten Urlaub verschafft.
Die Rezertifizierung für die Service Qualität Stufe II ist eingereicht. Auch alle anderen Maßnahmen, die wir in diesem Zusammenhang leisten müssen, sind erbracht.
So geht das Leben weiter und das ist gut so! Wir werden uns weiter bemühen, auf dem Weg, den Herr Walz eingeschlagen hat, vorwärts zu kommen, d. h. immer mehr Servicequalität für unsere Gäste. Ein positives Erlebnis hatten wir in diesem Zusammenhang schon. Der „Mystery-Checker“, der im Rahmen der Rezertifizierung für die Stufe II der Servicequalität zu uns gekommen ist, hat uns die Note 1,4 gegeben. Wenn das kein Erfolg ist! Also: weiter so und Kopf hoch! DSC_3048

Do it yourself! oder wie aus Baumstämmen ein Carport entsteht

Seit einigen Wochen ist unser Chef Gerhard in jeder Minute,  in der er sich aus der Küche stehlen kann,  mit seinem Schlepper Baujahr 1954 (oder noch älter?) unterwegs. Zusammen mit Siva, im Winterhaldenhof der Mann  für alle Fälle, streift er durch seine Wälder und sucht die geeignetsten Bäume aus. Geeignet müssen die Bäume für den Bau eines Carports bzw. eines Fahrradunterstands sein. Die Stämme wurden in mühsamer Handarbeit geschält, zugesägt und präpariert, dann auf dem Parkplatz provisorisch in Form des Carports zusammengelegt.

Jetzt konnte der Aufbau geplant werden. Wie bringen wir die Stämme vom Parkplatz zum „Bauplatz“? Bau_Carport001Der Nachbar Josef mit seinem Schlepper hat geholfen. Er hat die Bäume auf seiner Gabel transportiert und mit viel Geschick dorthin gebracht, wo sie hin und hineingehören.

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Und jetzt ist  es so weit!

Siva - hoch oben!

Siva – hoch oben!

Der Carport ist aufgerichtet, sieht imposant aus und ist der ganze Stolz seiner Erbauer!

Die Arbeit ist vollbracht! Bier und Vesper schmecken!

Die Arbeit ist vollbracht!
Bier und Vesper schmecken!

Selbstbewusstsein – für alle großartigen Frauen dieser Welt!!!

Einfach durchklicken und sich freuen! Viel Spaß!

Selbstbewusstsein1

Selbstbewusst

Eiserne Hochzeit – 65 Jahre verheiratet!

Bürgermeister Thomas Schenk gratulierte Erna und Rudolf Sum zum 65. Ehejubiläum und übergab eine Urkunde des Landes, unterzeichnet von Winfried Kretschmann. Foto: Sum Foto: Schwarzwälder-Bote

Am 15. November konnten die Senioren vom Winterhaldenhof, Erna und Rudolf Sum, das seltene Fest der Eisernen Hochzeit feiern.

Neben Sohn Gerhard und Schwiegertochter Brigitte wünschten auch zwei Enkelsöhne ihren Großeltern alles Gute. In einer kleinen Feierstunde gratulierte Bürgermeister Thomas Schenk im Namen aller Schenkenzeller Bürger den beiden Jubilaren zum 65. Hochzeitstag. „Die Jubiläen in Ihrem Haus begleiten mich schon meine gesamte Amtszeit, in kein Haus konnte ich so viele Glückwünsche überbringen“, freute sich Thomas Schenk. Es sei schön zu erleben, dass die beiden Eheleute trotz ihres hohen Alters von 97 und 92 Jahren noch gemeinsam in ihren eigenen vier Wänden im Haus ihres Sohnes leben könnten.

Neben einem Präsent der Gemeinde überreichte Bürgermeister Schenk auch eine Glückwunsch-Urkunde des Landes.

„Gerhard, es war schön mit Dir!“ oder: „Zipplein fahren ist einfach megacool!“

Ungefähr 3 Wochen zurück, logierten bei uns ein Jakobus-Wanderer-Ehepaar. Die Frau kam vollkommen fix und fertig hier an. „Ich glaube, ich werde die Etappe morgen nicht schaffen, könnten Sie mir ein Taxi besorgen, das mich auf die Salzlecke, den höchsten  Punkt auf unserer Wanderung bringt?“ Natürlich gab es kein Taxi, das mitten in den Wald fuhr, aber der Chef des Hotels hat sich bereit erklärt, mit seinem neuen Jeep in den Wald zu fahren, um den Gästen die Etappe Richtung Schapbach zu verkürzen. Auf dieser Fahrstrecke hörte Gerhard erstaunt zu, als die Frau, die kaum den Jakobusweg geschafft hatte, von Ihrer Tour mit dem Zipplein im Heubachtal schwärmte.

Als sich nun unsere Freundin Heike meldete und fragte, ob wir nicht Lust hätten, mit den Landfrauen beim Zipplein mitzumachen,  überlegte Gerhard nicht lange. Es war sofort klar: „Wenn die (die Jakobus-Wanderer) das gekonnt haben, können wir das schon lange.“ Also gesagt, getan.

Etwas mulmig war uns schon, was würde uns erwarten? Aber es gab kein zurück. Im Heubach angekommen wurden wir erst einmal von unserem Guide Georg in das Thema eingeführt und ausstaffiert. Wir kamen uns vor wie Bergsteiger:  Ein Gurt um Hüfte, Beine, Schultern mit Karabinerhaken und Laufrolle, ein Helm auf den Kopf. Und dann hieß es zunächst einmal: rauf auf den Berg, um auf die entsprechende Höhe zu kommen. Auf schmalen Wegen stapften wir in den Wald zu den beiden „Übungs-„-Zipplein, 13 und 17 m lang.


Angeseilt an einen Baum warteten wir auf unseren Einsatz. Der Adrenalinspiegel stieg. Jetzt bist Du dran, sagte Georg, unser Guide. Hinter mir wartete der nächste, es gab kein zurück. Also, Laufrolle aufs Seil, Karabinerhaken links und rechts eingehängt, absitzen, in die Gurte fallen lassen, dem Material vertrauen und los! „Gerhard, es war schön mit Dir! Tschüss!“
Aber dann: Was für ein feeling: „Was ich bin schon da? Gleich nochmal, nein ich hör nicht auf, ich will weiter schweben, diese bombastische Aussicht auf Wald und Heubachtal genießen.“ Da war kein Pfad zu steil, kein Anstieg zu beschwerlich, er brachte uns ja zum Ausgangspunkt des nächsten Zippleins und diesem einmaligen Erlebnis. Fazit: „Zipplein fahren ist einfach megacool!“

Übrigens: Der angekündigte Muskelkater blieb aus, wir waren einfach nur stolz und glücklich, dass wir dabei gewesen sind.

Elfriede & Andy – was für eine Beziehung

Eine Liebeserklärung – oder: Was gesagt werden muss!

„Die wilde Elfriede“  (Das Video zum Artikel!)

Als ich dich das erste Mal sah, ich war keine 10 Jahre alt, konnte Elfriede und Andy - was für eine Beziehungich noch nicht ahnen, was aus uns werden würde! Dir ging es nicht gut zu dieser Zeit, warst einsam, sahst fertig und kaputt aus. Doch selbst in dieser, für dich schwierigen Zeit, hattest du etwas an dir, das ich nur schwer beschreiben kann.

Wir sahen uns nur selten, praktisch nie, vergessen konnte ich dich aber nicht. Ich wusste wo du wohnst, also bin ich zu dir nach der Schule und wir verbrachten gemeinsam unsere Zeit. Davon erfahren durfte zunächst niemand, da es nicht legal war was wir machten. Darum sind wir gemeinsam in den Wald, dorthin wo uns niemand etwas anhaben konnte. Dort waren wir frei, nur du und ich. Aus Freundschaft wurde eine tiefe Zuneigung. Mit 15 waren wir dann endlich zusammen und jeder durfte es wissen. Kein Verstecken, keine Angst mehr von der Polizei geschnappt zu werden, jeden Tag einfach nur frei und glücklich sein. Du hast mir eine bis dahin für mich unbekannte Freiheit ermöglicht, dafür werde ich dir immer dankbar sein!

Wir erlebten unbeschreiblich schöne Zeiten. Weißt du noch damals, im Sommer 2006? Es war Fußball Weltmeisterschaft in Deutschland. Gemeinsam sind wir zum Public Viewing und du hattest diese Deutschland Fahne bei dir. Diesen wunderschönen Anblick werde ich nie vergessen. Wir waren unzertrennlich, sahen uns jeden Tag. Doch Andere versuchten uns auseinander zu treiben, mit allen Mitteln. Bis heute verstehe ich diese Menschen nicht, die uns unsere Beziehung zerstören wollten. Man hatte dich entführt! Ich kann mir nicht vorstellen wie es für dich gewesen sein musste, für mich war es die Hölle. Doch die Polizei fand dich nach einer Woche verletzt auf. Doch gemeinsam überstanden wir auch diese schwere Zeit.
Wir schienen gerade wieder unsere Gemeinsamkeit zu genießen. Und dann hatten sie es doch noch geschafft uns auseinander zutreiben. Du wolltest nicht mehr. Wir machten eine Pause. Aber letzten Endes war es Aus. Wir versuchten es noch einmal, nachdem wir die alten Geschichten geklärt hatten. Doch es war nicht mehr das Selbe.
Ich ging nach Bayreuth, um zu studieren, du bliebst zurück. Du wärst mit gekommen, aber ich wollte nicht. Heute weiß ich, dass war ein Fehler. Hier habe ich nun schon mehrere Enttäuschungen hinnehmen müssen, mit dir hätte ich so etwas nicht erlebt. Du warst da wenn ich dich brauchte, du warst zuverlässig und treu. Verdammt was würde ich dafür geben, wenn du jetzt hier wärst!

Sollen wir es noch einmal wagen? Ignorier den Altersunterschied! Ja ich bin jetzt 22 und du nun 41 Jahre alt, na und? Ich weiß, die Leute werden wieder über uns reden, den Kopf schütteln und vielleicht wieder versuchen uns auseinander zu reißen, aber ich brauche dich mehr denn je. Denn mein scheiß Fahrrad hat schon wieder nen Platten! Ich kann und will nicht mehr neue Reifen kaufen, mein MOFA ich brauche Dich!